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Produkte für die Verhütung (1) sind verschiedenartig, es gibt Pillen, Spiralen, Spritzen, am bekanntesten sind Kondome (Blausiegel, London, Bolero, Condomi, Ritex, Durex). Bei Impotenz (2) werden allerlei Mittel angeboten, auch für Penis-Operationen wird geworben. Verhütungsmittel sind eine Alltäglichkeit deren Kauf für die meisten Kunden besonders peinlich ist, weil sie wissen, dass im Moment des Kaufens alle Umherstehenden ihre geplante Aktivität ahnen (3). Verlegen türmt sich auf dem Förderband ein Haufen von zu kaufenden Produkten, unten drunter versteckt, die Kondompackung. Gerne werden intime Produkte zu Geschäftszeiten gekauft, in denen kaum Kundschaft im Laden ist.

Im Zuge der AIDS-Aufklärung wurde eine Alternative zum öffentlichen Kauf geschaffen: der Kondom-Automat. Anonym und für den sofortigen Bedarf lassen sich mit Münzgeld Kondome und andere Hygieneartikel aus den Automaten in den Toiletten der Diskotheken, Bars, Bistros, Kneipen und Cafés ziehen. Die meisten Produkte sind jedoch nach wie vor in Drogerien erhältlich (Retail-Produkte), manche als Medikament festgelegte Mittel können nur aus in Apotheken erstanden werden (4).

Nicht jedes Produkt wirbt für sich, Infectopedicul und Seborin sind sogenannte Selbstläufer, die keine werbende Kommunikation betreiben. Sie werden entweder vom Arzt verschrieben oder profitieren von der Werbung der Konkurrenten. Wenn Mitbewerber Spots im Fernsehen schalten lassen, wird der Zuschauer für das Problem, weniger für das Produkt sensibilisiert. Steht er als potentieller Käufer vor dem Regal, werden die Angebote verglichen und die Wahl oft nach der Verpackung getroffen.


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[1] siehe auch: iTVC Verhütung

[2] siehe auch: iTVC Impotenz

[3] Es gab in den 90er Jahren einen beispielhaften Spot für Kondome mit Hella von Sinnen und Ingolf Lück, der die peinliche Angelegenheit auf den Punkt brachte. Ein junger Mann versucht unbemerkt Kondome zu kaufen und rückt verlegen der Kasse näher. Die Kassiererin weiß den Preis der Verhütungsmittel nicht, fragt laut rufend ihre Kollegin, was die Kondome kosten, woraufhin der junge Mann rot anläuft.

[4] Reklame für Medikamente unterliegt strengen Regeln, so darf z.B. kein Krankheitsbild in der Werbung gezeigt werden.

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