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Produkte für intime Probleme verfolgen entweder das Ziel, diese zu lösen, temporär oder dauerhaft, oder sie vor der Öffentlichkeit zu tarnen. In den meisten Fällen werden die Produkte dort eingesetzt, wo die Folgen des intimen Problems auftreten (z.B. Menstruation: am Ausgang der Vagina, Schuppen: auf der Kopfhaut). Manche dieser Produkte müssen in den Körper eingeführt werden, andere wiederum werden nur äußerlich aufgetragen.

Das Einführen in den Körper, sei es oral oder anal, ist für den Menschen stets sehr unangenehm und kostet ihn Überwindung. Um so schwerer fällt es, den Konsumenten von einem solchen Produkt zu überzeugen. Die Hersteller bemühen sich, die Harmlosigkeit des Produktes nach außen zu kommunizieren und bewerben es in den TVCs (1) als »körper-verwandt« oder »in Harmonie mit dem Körper« (2), die magischen Worte lauten: »natürlich«, »gut verträglich« und »gesund«.

Im Folgenden werden nun die Lösungen der ausgewählten Probleme aufgeführt. In Analyse nationaler TVCs (nTVC) und Analyse internationaler TVCs (iTVC) werden die TVCs der Produkte vorgestellt und analysiert.

Zur Behandlung von Menstruationsproblemen (3) gibt es Tampons und Binden (Tampax, o.B. Camelia, Carefree, Always) zum Aufsaugen des Menstruationsblutes sowie Pillen zur Regulation der menstrualen Nebenerscheinungen (auch emotional). Pilzinfektionen (4) treten häufig am Fuß auf, doch Mycose, so heißt der Fachbegriff, ist auch an allen anderen Hautpartien vorzufinden. Aufgrund des Juckreizes gelten Pilze im Intimbereich, zum Beispiel in der Vagina, als besonders unangenehm. Eine Pilzinfektion in der vaginalen Zone spricht, entgegen der allgemeinen Vorstellung, nicht für mangelnde Hygiene, sondern kann verschiedene Ursachen haben. Pilze können mit Sprays und Cremes behandelt werden (Canesten, GynoCanesten). Blähungen (5) sind ein Aufstauen von Luft im Darmbereich und können Druckempfinden bis Schmerzen auslösen. Geruch bei den dazugehörigen Ausdünstungen entsteht nur, wenn Methangas mit ausgeschieden wird. Medikamente gegen Blähungen gibt es meist in Pillenform (Lefax). Schweißgeruch (6) findet in Deorollern, Deosticks und Deosprays die Lösung, doch in dieser Arbeit sind nur solche von Bedeutung, die in ihren Werbemaßnahmen mit schweißhemmender, »medizinischer« Wirkung werben und nicht mit der Erotik des Parfüms (Secret, HidroFugal).


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[1] TVC: TV-Commercials, Fernsehspots.

[2] siehe auch: nTVC 009 Always: »Always spricht die Sprache Ihres Körpers.«

[3] siehe auch: nTVC Menstruation

[4] siehe auch: nTVC Pilzinfektion

[5] siehe auch: nTVC Blähungen

[6] siehe auch: nTVC Schweiss

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